
Der Krottensee
Klimaschutz und Artenschutz sind zwei Seiten derselben Medaille. Mit dem Schutz des Klimas erhalten wir die Flora und Fauna des Sees. Der Krottensee wiederum ist ein nicht unerheblicher C02 Speicher.
Der Krottensee in Gmunden, ein Toteissee innerhalb der Würm-Endmoräne des Traunseegletschers, misst ca. 3,5 ha. Etwa 0,7 ha davon werden von offenen Wasserflächen eingenommen. Den größten Anteil bedeckt ein bewaldeter Insel-Schwingrasen. Der See besitzt keine oberflächlichen Zubringer oder Abflüsse. Er wurde 1980 zum Naturdenkmal erklärt.
Die Moorlandschaft Krottensee begeistert nicht nur Biologen mit einer einzigartigen Vielfalt, sondern ist in Zeiten der Klimakrise auch ein wertvoller Kohlenstoffspeicher.

Daten und Fakten zu nassen Klimaschützern. Erfahren Sie hier alles zum Ökosystem Moor. https://www.global2000.at/publikationen/mooratlas
Seit etlichen Jahren beteuen Werner Huemer und Otto Steinz ehrenamtlich den Krottensee. In unzähligen Stunden versuchen sie den Ist-Zustand zu erhalten. Das bedeutet abgestorbenes Pflanzenmaterial aus den Engstellen zu entfernen, um das Zusammenwachsen der Insel mit dem Festland zu verhindern und eine durchgehende Wasserzirkulation zu gewährleisten.
Krottensee-Führung im Oktober 2024
Neben der reichhaltigen Geschichte des Toteissees werden bei der Führung die Auswirkungen des Klimawandels auf das Gewässer besprochen. Anhand des ökologischen Zustands werden die verschiedenen Szenarien für die Zukunft des Sees diskutiert. Den Abschluss bildet eine Begehung der Insel, um den Besuchern einen Einblick über die einzigartige Vegetation des Naturjuwels zu vermitteln.
Das Interesse an der Führung war überwältigend. Für die Begehung der Insel haben wir uns in 2 Gruppen zu je 20 Personen aufgeteilt. Großen Dank an Werner Huemer für den sachkundigen Vortrag!
Fotos von Aloisa Altmanninger
Workshop und Krottensee-Führung im Mai 2025
Für Absolventinnen und Absolventen des Fachhochschullehrgangs „Nachhaltigkeitskommunikation & Klimajournalismus“ an der FH Graz.
Werner Huemer erklärt wiederum fachkundig die Ökologie am und im See sowie die Bedrohung durch invasive Arten. Höhenpunkt ist die Begehung der Insel wo Mitte Mai die Rhododendren-Blüte zu sehen ist.
Vielen Dank an Werner Huemer für die tolle Führung!
Das Idyll am Krottensee ist aber nicht ungetrübt wie folgende Studie zur Seesanierung zeigt.
Titelbild: Aloisia Altmanninger